8. Mai 2013
Wie hat sich der Klimawandel in den vergangenen 10.000 Jahren auf das Schwarze Meer ausgewirkt?
Dieser Frage gehen zurzeit US-Forscher nach. Dafür bargen sie mit Hilfe von Bohrkernen Sedimente vom Meersgrund. Die darin versteckten Planktonreste untersuchten sie mit Hilfe einer Gen-Analyse. Das Ergebnis: In 150 von 2.700 erkannten Kleinstlebewesen konnten Umwelteinflüsse nachgewiesen werden. Die Tierchen reagierten demnach vor allem auf den wechselnden Salzgehalt des Schwarzen Meeres. Wie die Wissenschaftler berichten, konnten sie anhand ihrer Untersuchungen sogar nachvollziehen, wie sich der Salzgehalt in den vergangenen 6.500 Jahren entwickelt hat. Ziel der Erbanalyse von Planktonresten ist die Rekonstruktion vergangener Lebensräume.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)