8. Mai 2013
Eigentlich wollten die Wissenschaftler zum HI-Virus forschen.
Was sie herausfanden, ist aber ein nützlicher Nebeneffekt. Forscher der Universität Pittsburgh haben ein Mittel entwickelt, mit dem Lungenkrankheiten wie Mukoviszidose künftig möglicherweise weniger gefährlich verlaufen. Viele Mukoviszidose-Patienten tragen schädliche Bakterien in sich, die gegen Antiobiotika resistent sind - und das kann zum Tod führen.
Die Forscher stellten einen bestimmten Teil des HI-Virus' künstlich her. Diese künstliche Struktur bekämpft Bakterien genau wie das HI-Virus: es zerstört sie von außen. Bisher wirken Antibiotika üblicherweise so, dass der Stoff erst in die Bakterien eindringen muss, um zu wirken. Das dauert oft mehrere Stunden oder Tage. Mit der neuen Methode wird das Bakterium an der Außenhülle angegriffen - und innerhalb von Minuten oder Sekunden zerstört.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)