8. Mai 2013
Die Hauptrisikofaktoren für Krebserkrankungen sind Rauchen und Übergewicht.
Das sagt der Heidelberger Krebsforscher Rudolf Kaaks in einem Interview mit der "Frankfurter Rundschau". Dass ein zu hohes Gewicht krebserregend ist, erklärt er so: Mit einem Speckbauch und anderen Fettdepots im Körper ändere sich der Hormonspiegel. So hätten übergewichtige Frauen einen höheren Östrogenspiegel, der das Wachstum von Tumoren der Brust oder der Gebärmutter fördern könne. Wichtig sei auch der Einfluss auf den Insulinspiegel, der bei Übergewichtigen häufig viel zu hoch sei. Außerdem komme es zu einem Anstieg von Entzündungsfaktoren. All das schädige den Körper und steigere das Tumorwachstum. Dass Obst und Gemüse Krebs vorbeugen sollen, ist laut Kaaks übrigens nicht bewiesen - aber wer viel Rohkost isst, sei meistens auch schlanker und insofern weniger Krebsgefährdet.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)