8. Mai 2013

Fazit der re:publica: Internet-Szene ist leiser geworden

Als die Internet-Konferenz re:publica vor einem Jahr zu Ende ging, war der Aktivismus groß: Gemeinsam verhinderten zehntausende Menschen durch Demos und Online-Kampagnen, dass das Urheberrechtsabkommen Acta in Kraft trat.

Dieses Jahr ist die Bilanz eine andere: Die Nachrichtenagentur dpa ist zum Ende der re:publica der Meinung, dass die Netz-Szene es kaum noch schafft, politische Entscheidungen zu beeinflussen. Politiker forderten von den Aktivisten mehr Input für die Politik. Schon gestern hatte der Blogger und Autor Sascha Lobo gesagt, die Netzgemeinde sei derzeit eher eine "Hobbylobby".

Der Mitveranstalter der re:publica Markus Beckedahl dagegen meint, politische Bewegungen bräuchten Zeit. Auch die Umweltbewegung habe Jahrzehnte gebraucht, um in der Gesellschaft anzukommen. Das könne auch bei Internet-Themen der Fall sein.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)