10. Mai 2013

Mr. Nonsense: "Guardian" spottet über Rede des britischen Bildungsministers

In England kennt jedes Kind die Buchreihe Mister Men: In jeder Ausgabe wird ein anderer Charakterzug als Smiley mit Armen und Beinen dargestellt, als Mr. Funny, Mr. Mean oder Mr. Messy.

Jetzt hat der britische Bildungsminister Michael Gove in einem Vortrag kritisiert, dass die Figuren im Schulunterricht eingesetzt werden. Als Beispiel nannte er eine Aufgabe, in der der Aufstieg Hitlers im Stil der Kinderbuchreihe dargestellt werden sollte. Sein Fazit: Auch ältere Schüler würden im Unterricht wie Kleinkinder behandelt. Dafür muss Gove jetzt viel Spott ertragen. Ein Autor von Unterrichtsmaterialien spricht von "akademischem Snobismus".

Auch die Zeitung "The Guardian" reagierte prompt und lässt ihre Leser online darüber abstimmen, welcher Mr.-Men-Charakter denn der Kultusminister wohl wäre: Zur Wahl stehen etwa Mr. Wrong, Mr. Silly und Mr. Grumpy - vorne liegt derzeit Mr. Nonsense.

In einem Blogeintrag des "Guardian" heißt es, wenn Michael Gove die Nutzung der Mr.-Men-Charaktere niedermache, müsse es wohl eine gute Idee sein. Daher schlägt der Autor für den Wissenschaftsunterricht Mr. Relativity und Mr. Climate Change vor.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)