13. Mai 2013
"Türkische Staatspropaganda hat im deutschen Bildungssystem nichts zu suchen."
Das sagt der Zentralrat der Armenier in Deutschland. Er fordert, an deutschen Schulen verwendete Lehrbücher aus der Türkei sofort zu stoppen. Sie seien eindeutig nationalistisch, verfälschten die Geschichte und diskriminierten nicht-türkische Ethnien.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat die Unterrichtsmaterialen ebenfalls kritisiert. Das türkische Konsulat in Düsseldorf stellt die Bücher kostenlos zur Verfügung, vor allem das Schulbuch "Türkisch und die türkische Kultur". Das NRW-Schulministerium sagt, es nehme die Vorwürfe ernst. Jetzt werde geprüft, ob die Lehrbücher nationalistisch oder diskriminierend seien. Sie werden vom türkischen Erziehungsministerium herausgegeben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)