13. Mai 2013

Mit GPS-"Forsttracker" gegen Holzdiebstahl

Stellt euch vor ihr klaut im Wald Brennholz, und dann steht auf einmal die Polizei vor der Tür.

Die Beamten gehen auf den gestohlenen Holzstapel zu und ziehen ein GPS-Gerät aus einem der Stämme. Ihr seid überführt. Das ist keine Geschichte, sondern Wirklichkeit, zumindest in Hessen. Der Landesbetrieb Hessen-Forst setzt die sogenannten "Forsttracker" zu Testzwecken ein.

Die Streichholzschachtel-großen GPS-Sender werden in Baumstämmen versteckt. Wenn der Stamm bewegt wird, aktiviert sich das Gerät und schickt eine SMS an Hessen-Forst. Der Landesbetrieb kann dann vorfolgen, wohin das Holz gebracht wird. Er verliert nach eigenen Angaben jedes Jahr Holz im Wert von rund einer Million Euro durch Diebstahl.

Die Geräte kosten rund 300 Euro. Wie viele jetzt schon im Einsatz sind, will Hessen-Forst nicht sagen. Es gehe aber hauptsächlich um Abschreckung: Beim Holzdiebstahl könnte man ja einen Forsttracker erwischen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)