13. Mai 2013
In unserer Rubrik Wortschatz schauen wir nach, woher der Ausdruck "jemandem die Leviten lesen" stammt.
Die Redewendung kommt aus dem Kirchenwesen, genauer gesagt aus dem Ordensleben der Benediktinermönche. Zu deren Alltag gehörten schon im 8. Jahrhundert bestimmte Andachts- und Bußübungen. Dabei wurde ein Text aus der Bibel vorgelesen, meist aus dem dritten Buch Moses, das auch "Levitikus" genannt wird. Es enthält Aufgaben und Verhaltensregeln für Priester. Anschließend wurden auch noch Mahn- und Strafpredigten abgehalten. Deswegen wurde in der sprachlichen Überlieferung das Lesen des Levitikus mit Tadel und Ermahnung gleichgesetzt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)