13. Mai 2013

Regenwurm lehrt Nacktschnecken das Grauen

Die Spanische Wegschnecke ist der natürliche Feind jedes Gartenbesitzers.

In Nullkommanichts frisst sie sich ungerührt durch die liebevoll angebauten Kräuter, Salate und Blumen. Doch auch die Schnecke hat offenbar einen Feind: den Regenwurm. Forscher der Universität Wien haben herausgefunden, dass die Schnecken in Beeten mit Regenwürmern zwei Drittel weniger Pflanzen abfraßen. Die Forscher vermuten, dass die Pflanzen durch das Wühlen der Würmer im Boden mehr Stickstoff aufnehmen könnten und so für die Schnecken giftig würden.

Außerdem beobachteten sie, dass auch Artenvielfalt im Beet gegen die Schnecken hilft. Möglicherweise fräßen sie dort weniger, weil sie sich öfter auf neue Nahrung einstellen müssten als in Monokulturen.

Die Spanische Wegschnecke kommt ursprünglich aus Spanien und wurde in den 1960er Jahren nach Deutschland und Mitteleuropa eingeschleppt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)