14. Mai 2013

Müde Kraftfahrer missachten Assistenzsysteme

Müde Berufskraftfahrer lassen sich von der Technik nicht stoppen.

Das ist das Ergebnis einer Doktorarbeit an der TU Berlin. In einem Fahrsimulator wurde bei Fahrern beobachtet, ob sie auf sogenannte Müdigkeitserkennungsysteme achten. Diese warnen den Fahrer, wenn zum Beispiel der Fahrstil auf Übermüdung hindeutet. Der sollte dann besser eine Pause einlegen, um Unfälle zu vermeiden.

In der aktuellen Studie zeigte sich aber ein genau gegenteiliger Effekt. Wenn sie ein Assistenzsystem hatten, fuhren die Fahrer sogar durchschnittlich 20 Minuten länger, bevor sie eine Pause machten, - schließlich sollte das System sie ja warnen, wenn sie zu müde wurden. Die Autorin der Studie fordert stärkere Warnsignale: Eine blinkende Kaffetasse im Armaturenbrett reiche nicht aus. Besser wäre ein Rütteln am Lenkrad oder ausströmende Düfte, lautet die Empfehlung. Das werde eher mit Gefahren und Risiken in Verbindung gebracht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)