14. Mai 2013
Gehet hin in Frieden und denket über Traktoren nach.
Das könnten orthodoxe Christen in Rumänien bald zum Ende der Messe hören. Das Landwirtschaftsministerium hat mit der Kirche vereinbart, dass Dorfpfarrer über landwirtschaftliche Themen predigen sollen. Gestern Abend unterzeichneten das Kirchenoberhaupt der Rumänisch-Orthodoxen Kirchen und der Landwirtschaftsminister eine entsprechende Vereinbarung. Sie sieht vor, dass die Geistlichen am Ende ihres Gottesdienstes fünf Minuten lang auf EU-Fonds oder staatliche Zuschüsse eingehen. Alternativ können sie auch über die Vorteile von landwirtschaftlichen Kooperationen oder den Einsatz von Traktoren unterrichten.
Das Ministerium erklärte, in dörflichen Gegenden genieße der Geistliche viel Glaubwürdigkeit. Rumänische Bauern arbeiten oft unter primitiven Bedingungen, weil ihnen die Mittel fehlen. Bislang halten die Dorfpriester bei langen Trockenheiten allenfalls Bittgebete für Regen ab.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)