14. Mai 2013

Neue Medienberichte zu Medikamententests in der DDR

In der Affäre um Medikamententests an Patienten in der DDR kommen immer mehr Einzelheiten ans Licht.

Wie mehrere Medien melden, soll unter anderem der heutige Präsident der Landesärztekammer in Thüringen, Mathias Wesser, an den Tests beteiligt gewesen sein. Wesser sagte den Mitteldeutschen Rundfunk, er habe nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Außerdem hätten die Patienten Arzneimittel bekommen, die ansonsten in der DDR nicht zugänglich gewesen wären. Das Magazin "Der Spiegel" hatte berichtet, westliche Pharmaunternehmen hätten bis zum Mauerfall Medikamentenstudien in Auftrag gegeben - in großem Stil und ohne dass die Patienten davon wussten. Über 50.000 Menschen waren demnach betroffen. Dabei seien mehrere Menschen gestorben. Opferverbände sprechen seitdem von "systematischer Verletzung ehtischer Grundsätze" und von "Versuchskaninchen" und fordern Entschädigungen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)