14. Mai 2013
Kampf den Plagiaten: In Soest ist eine Kennzeichnung für den Maschinenbau entwickelt worden, die der Marken-Piraterie vorbeugen soll.
Die Idee: Ein mehrfarbiger Codeaufdruck wird unter dem Typenschild angebracht und kann zum Beispiel bei einer Reklamation ausgelesen werden. Dadurch werden den Forschern zufolge zwar weniger die Nachahmungen selbst verhindert, aber weil das Original künftig identifiziert werden kann, soll die Kopie unattraktiver werden. Laut Projektleiter Hubert Paulus ist der Code fälschungssicher. Er lässt sich demnach ohne großen technischen Aufwand anbringen und kann auch einfach nachgerüstet werden. Bisherige Schutzmechanismen seien meist aufwendig, teuer, wenig flexibel oder unzureichend. Plagiate sind ein großes Problem für die Deutsche Industrie. Auch der klassische Maschinenbau ist zunehmend von Nachbauten betroffen.
Laut dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau kosten die Plagiate den Maschinenbau fast 8 Milliarden Euro Umsatz jährlich. Hinzu kommen Folgeschäden etwa durch Regressforderungen durch Fehler der Nachahmerprodukte. Es kann zum Beispiel laut den Forschern zum Problem werden, wenn eine Pumpe in einer komplexen Anlage eingebaut ist, dann versagt und die gesamte Anlage zerstört. Wenn es sich dabei um eine äußerlich nicht unterscheidbare Kopie handle, werde unter Umständen der nicht verantwortliche Originalhersteller zur Verantwortung gezogen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)