15. Mai 2013
Eine eingewanderte Forellen-Art kann Hirschen gefährlich werden.
Was zunächst verwunderlich klingt, liegt laut einem Team von US-Biologen an den engen Wechselwirkungen in Ökosystemen.
Wie die Forscher in der Fachzeitschrift "Proceedings B" schreiben, hat sich die neue Seeforellenart im US-amerikanischen Yellowstone-See stark ausgebreitet. Sie verdränge damit die heimische Cutthroat-Forelle. Die allerdings sei bisher wichtiger Fett- und Energielieferant des Grizzly-Bären gewesen. Als die Population ihres Lieblingsfisches sank, seien die Bären aber nicht auf die neue Forellenart umgestiegen - sondern auf junge Wapiti-Hirsche. Deren Zahl ist laut den Wissenschaftlern inzwischen um bis zu 16 Prozent zurückgegangen.
Die Forscher schließen aus ihren Ergebnissen, dass die Nahrungsumstellung der Bären zu einer dauerhaften Veränderung der gesamten Nahrungskette im Yellowstone-Park führen könnte.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)