15. Mai 2013

Ethikrat-Vorsitzende Woopen sieht Brustamputation von Angelina Jolie kritisch

Die vorbeugende Brustentfernung von Angelina Jolie geht seit gestern durch fast alle Medien.

Im Deutschlandradio Kultur sagte die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Christiane Woopen, sie sehe die OP kritisch. Schwierig sei die "missionarische Absicht", mit der die US-Schauspielerin in die Öffentlichkeit gegangen sei. Eine Operation sei nicht unbedingt für jede Frau die richtige Lösung. Regelmäßige Untersuchungen seien ein anderer Weg, mit einem erhöhtem Krebsrisiko umzugehen. Außerdem sei es ein Irrtum zu glauben, dass alles, was in den Genen steht, schon festgeschriebenes Schicksal sei.

Gestern war bekanntgeworden, dass sich Angelina Jolie aus Angst vor Krebs Brustgewebe entfernen ließ. In einem Zeitungsartikel erklärte sie ihre Gründe: Bei einem Gentest sei festgestellt worden, dass ihr Risiko, einmal an Brustkrebs zu erkranken, bei 87 Prozent liege. Ihre Mutter sei im Alter von 56 Jahren an den Folgen von Brustkrebs gestorben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)