15. Mai 2013

Genderforscherin: Eine Barbie schadet nicht - viele sind gefährlich

"Eine Barbie allein schadet nicht. Die Masse bringt den Schaden!"

So sieht es die Genderforscherin Stevie Schmiedel im Interview mit dem Evangelischen Pressedienst. Und das Barbie-Haus in Berlin ist aus Schmiedels Sicht eindeutig zu viel. Sie sieht darin ein Zeichen für "gefährliche Trends in der Populärkultur".

In der Hauptstadt eröffnet morgen eine Art Barbie-Spielpark, der sich vor allem an Mädchen richtet. Sie können dort virtuell Kleider anprobieren und kleine virtuelle Kuchen backen, außerdem auf einem Laufsteg gehen oder auf einer Bühne Popstar spielen. Mit diesen Extras kostet der Eintritt für ein Kind knapp 30 Euro.

Schmiedel sagte weiter, der Druck auf Mädchen, Schönheitsidealen zu entsprechen, sei enorm gestiegen. Die Barbie-Klischees wirkten sich auch auf die Berufswünsche der Mädchen aus, die häufig Schauspielerin oder "Topmodel" werden wollten. Die Genderforscherin engagiert sich im Verein "Pink Stinks", der sich gegen eine auf Schönheit reduzierte Rolle von Mädchen wendet.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)