15. Mai 2013

Leiter der Stasiunterlagenbehörde: Westdeutsche Pharma-Firmen sollen für Aufklärung der DDR-Medikamentenversuche zahlen

"Die Unternehmen haben billigend in Kauf genommen, dass in der DDR Menschen auf der Strecke geblieben sind."

Das sagt Roland Jahn, Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde in einem Interview, das morgen in der "ZEIT" erscheint. Hintergrund sind die Berichte über Pharmaversuche, die westdeutsche Unternehmen in der DDR unternommen haben sollen. Jahn fordert deshalb, dass sich die Pharma-Firmen jetzt auch an den Kosten der Aufarbeitung beteiligen.

Laut "Spiegel" sollen hunderte Medikamente an fast 50.000 Menschen getestet worden sein - zum Teil ohne, dass die Betroffenen davon wussten. Für diese Untersuchungen sollen hunderttausende D-Mark an die DDR bezahlt worden sein.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)