16. Mai 2013
Manche Frösche können nicht nur laut quaken, sondern auch tödlich sein.
Ein Pilz hat weltweit über 200 Amphibienarten ausgerottet. Jetzt haben Wissenschaftler herausgefunden, von wem er übertragen wird.
Wie sie in der Fachzeitung "PLOS ONE" schreiben, ist der tödliche Pilz durch Laborfrösche verbreitet worden. Der afrikanische Krallenfrosch, der nach Kalifornien importiert wurde, trage den Pilz in sich.
Der Krallenfrosch wird heute für biologische Studien eingesetzt. Früher nutzte man ihn vor allem für Schwangerschaftstests, weil die weiblichen Frösche einen Eisprung bekommen, wenn sie den Urin einer schwangeren Frau erhalten. Nach der Einführung modernerer Tests ließen viele Kliniken die Frösche frei.
Den Forschern zufolge hat der tödliche Pilz mittlerweile hunderte Amphibienarten ausgerottet, unter anderem in Deutschland, vielen weiteren europäischen Ländern, sowie Japan und Südamerika.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)