17. Mai 2013
Mir ist es lieber, mein Chirurg nimmt Psychopharmaka, als Kaffee zu trinken.
So lässt sich die Aussage einer britischen Psychiatrie-Professorin im "Süddeutsche Zeitung Magazin" auf den Punkt bringen. Aufgrund eigener Studien sagt Barbara Sahakian: Von Kaffee werden die Hände zittrig - bei einem Chirurgen ist das weniger gut. Die Substanz Modafinil dagegen macht laut der Forscherin wach und gleichzeitig ruhig. Der Stoff wird gegen die Schlafkrankheit verschrieben. Sahakian meint, solche Medikamente könnten auch für andere Berufsgruppen interessant sein, etwa Busfahrer. Ihrer Ansicht nach nehmen schon viele gesunde Menschen Modafinil - auch Psychiater selbst.
Noch werde es eher verwendet, um an schlechten Tagen genausoviel zu leisten, nicht, um die Leistung insgesamt zu steigern. Wenn sich das ändere, könnten Menschen benachteiligt sein, die darauf verzichten. Im Übrigen seien die Langzeitfolgen noch wenig erforscht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)