17. Mai 2013
Wenn man vor einem Richter steht, ist es vermutlich oft von Vorteil, wenn der an diesem Tag gut gelaunt ist.
Menschen sind nicht objektiv, das gilt auch für die, die die Gesetze ausführen. Das Wissenschafts-Portal "New Scientist" berichtet, dass Gesetze in Zukunft auch von Computern umgesetzt werden könnten - die wären in dieser Hinsicht deutlich neutraler als Menschen. Noch steht die Forschung dazu aber ganz am Anfang. Erstmal geht es darum, dass Computer Gesetzestexte überhaupt verstehen. Dann könnten sie zum Beispiel für Unternehmen prüfen, ob bei Projekten alle Gesetze eingehalten werden. Oder sie könnten errechnen, welcher Anspruch auf Sozialleistungen besteht, ohne, dass das von Menschen kontrolliert werden muss. Der "New Scientist" gibt dazu auch ein Beispiel: Wissenschaftler des Fraunhofer Instituts München arbeiten seit einiger Zeit an einem Programm, das erkennt, ob man Anspruch auf Elterngeld hat. Der "New Scientist" meint, noch könnten Computer bei der Anwendung von Gesetzen keine Menschen ersetzen. Dazu müsste zu jedem Gesetzestext ein kompliziertes Programm geschrieben werden. Allerdings, so das Magazin, werde in solche Projekte stark investiert.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)