17. Mai 2013

Hintergrund: Radioaktivität

In unseren Weltnachrichten geht es heute gleich zweimal um Radioaktivität: Zum einen beschäftigt sich der Bundestag mit der Suche nach einem Endlager, außerdem hatte ein brennender Containerfrachter in Hamburg radioaktives Material an Bord.

Wir erklären, was Radioaktivität ist. Sie entsteht, wenn ein Atomkern instabil ist, wenn er also einen Überschuss an Protonen oder Neutronen aufweist. Dann zerfällt der Kern ohne Einwirkung von außen, und es wird Energie frei. Man unterscheidet zwischen natürlicher und künstlicher Radioaktivität, je nachdem, ob die Atomkerne in der Natur vorkommen oder durch Kernreaktionen künstlich erzeugt wurden.

Gemessen wird die Radioaktivität in Becquerel. Die Einheit gibt die durchschnittliche Anzahl der Atomkerne an, die pro Sekunde zerfallen. Im Unterschied dazu wird in der Einheit Sievert gemessen, wie stark ein biologischer Organismus mit Strahlung belastet ist. Man spricht immer von einer Belastung in Sievert innerhalb einer bestimmten Zeitspanne, etwa pro Stunde, Tag oder Jahr. Als natürliche Strahlenbelastung gelten 2,4 Milisievert pro Jahr.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)