17. Mai 2013

Australische Behörde blockiert aus Unwissenheit hunderte Websites

Gut gemeint ist noch lange nicht gut gekonnt.

Die Australische Kommission für Versicherungen und Investments steht in der Kritik, weil sie versehentlich hunderte Internetseiten gesperrt hat. Die Kommission soll für Transparenz und Vertrauen auf den australischen Finanzmärkten sorgen. Deshalb sperrte sie den Internetauftritt einer dubiosen Investmentfirma. So weit so gut. Was die Kommission offenbar nicht wusste, ist, wie man so was macht, denn die vermeintliche IP-Adresse der Investmentfirma, die nun gesperrt wurde, war eigentlich die eines Internethosts mit hunderten weiteren Kunden. Die Folge: Auch diese anderen Websites waren nicht mehr erreichbar. Ein lokaler Fernsehsender machte die Panne öffentlich. Kritiker fragen nun auch, nach welchen Kriterien Internetseiten gesperrt werden, und ob der Staat auf diese Art heimlich Internetfilter installiert.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)