17. Mai 2013
In Sachen Internet will es der Iran China nachmachen: Ausländische Seiten sollen nicht erreichbar sein.
Wie das Branchen-Portal "Golem" berichtet, gehen Aktivisten im Iran davon aus, dass die letzte Stufe dieser Zensur schon erreicht ist. Sie vermuten, dass die Zensur im Zusammenhang steht mit der Präsidentschaftswahl in einem Monat. Nach den Wahlen 2009 hatte es Proteste gegeben, die vor allem im Internet organisiert worden waren.
Den Berichten zufolge wurde jetzt das ohnehin langsame Internet nochmals gedrosselt. Verschlüsselungs-Netzwerke wie Tor, mit deren Hilfe man anonym surfen kann, werden angeblich schon nach wenigen Sekunden blockiert.
Der Iran arbeitet seit einiger Zeit an einer nationalen Firewall. Viele ausländische Seiten und Online-Netzwerke wie "Facebook" werden als "sittenwidrig" oder "konterrevolutionär" eingestuft.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)