18. Mai 2013

Telekom will testen lassen: Mobilfunk statt Festnetz in unrentablen Gebieten?

Die Telekom will testen, ob sie künftig in Neubaugebieten auf Festnetz-Anschlüsse verzichten kann.

Der Bau der Kupferleitungen ist nämlich nicht billig; auf dem Land oder am Stadtrand ist der Festnetz-Anschluss für die Telekom oft nicht rentabel. Deswegen will das Unternehmen jetzt prüfen lassen, ob in solchen Gebieten eine Mobilfunk-Lösung genauso gut ist wie ein Festnetz-Anschluss.

Die Telekom ist per Gesetz bundesweit zu einer Mindestversorgung der Bevölkerung verpflichtet. Dieser "Universaldienst" umfasst öffentliche Telefonzellen und ein Telefonanschluss zu einem erschwinglichen Preis. Die Telekom argumentiert, dass das nicht unbedingt die klassische Festnetz-Leitung sein muss. Sie verspricht, auch im Fall einer Mobilfunk-Lösung könnten die Haushalte weiter mit ihren normalen Festnetz-Geräten telefonieren.

Politiker und Gemeinden kritisieren die Pläne. Sie befürchten, Neubau-Gebiete könnten dadurch weniger attraktiv werden. Außerdem sei nicht ausgeschlossen, dass Kunden für weniger Qualität künftig mehr bezahlen müssten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)