21. Mai 2013

Rückspiegel: Vor 38 Jahren begann der Baader-Meinhoff-Prozess

Der NSU-Prozess in München gilt schon jetzt als eine der größten politischen Gerichtsverhandlungen der deutschen Geschichte. In unserem Rückspiegel blicken wir auf einen anderen bedeutenden Terror-Prozess.

Heute vor 38 Jahren begann in Stuttgart-Stammheim der Baader-Meinhoff-Prozess. Auf der Anklagebank saßen vier Mitglieder der "Rote Armee Fraktion": Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Jan-Carl Raspe und Ulrike Meinhoff. Sie mussten sich nach Anschlägen auf US-Militär-Einrichtungen 1972 wegen Mordes verantworten.

Der Prozess sorgte schon im Vorfeld für viele Diskussionen. Der Staat änderte Gesetze und für umgerechnet sechs Millionen Euro wurde ein eigenes Gebäude gebaut. Zum Prozessauftakt am 21. Mai 1975 herrschten strenge Sicherheitsvorkehrungen - zum Beispiel wurde extra der Luftraum gesperrt, 400 Polizisten patroullierten vor dem Gebäude.

Knapp zwei Jahre später fiel das Urteil. Wenige Monate später wurden die drei noch überlebenden Angeklagten Baader, Ensslin und Raspe tot in ihren Zellen gefunden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)