21. Mai 2013

Bundeskartellamt-Chef: "Wir können den Firmen heute besser das Handwerk legen"

Durch unerlaubte Preisabsprachen von Kartellen müssen Kunden bis zu 25 Prozent zu viel für Waren zahlen.

Das sagt der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, in der "Bild". Aber Mundt sieht im Kampf gegen unerlaubte Preisabsprachen Erfolge. Seine Behörde habe im vergangenen Jahr mehr als 300 Millionen Euro Bußgelder verhängt. Das sei deutlich mehr als noch vor zehn Jahren. Ein Grund für die Erfolge ist laut dem Kartellamt-Chef die geänderte Kronzeugenregelung. Demnach wird der erste Betroffene, der die Preisabsprache zugibt, nicht oder geringer bestraft. Das war zum Beispiel im Januar der Fall, als das Bundeskartellamt Bußgelder gegen elf Süßwarenfirmen verhängte - darunter waren Firmen wie Haribo, Ritter und Nestlé. Die deutsche Tochter des US-Konzerns Mars kam wegen der Kronzeugenregelung ohne Bußgeld davon.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)