21. Mai 2013

Nabelschnurblut bei zerebraler Kinderlähmung erfolgreich

Bisher gilt sie eher als alternative und teilweise umstrittene Behandlungsform: Die Therapie mit körpereigenem Nabelschnurblut.

Ärzte der Ruhr-Universität Bochum wollen jetzt Zweifel an der Wirksamkeit ausgeräumt haben. Sie haben einen zweieinhalbjährigen Jungen behandelt, der einen Herzstillstand mit anschließendem schweren Hirnschaden erlitten hatte. Er lag danach mit einer speziellen Kinderlähmung im Wachkoma - mit minimalen Überlebenschancen.

Auf Wunsch der Eltern spritzten die Bochumer Ärzte dem Jungen dann intravenös Nabelschnurblut, das bei der Geburt eingefroren worden war. Den Medizinern zufolge besserte sich der Zustand schnell. Inzwischen könne der Patient alleine essen, mit Hilfe laufen und einfache Sätze sprechen.

Die Ärzte sagen, die genaue Ursache der Genesung sei nicht eindeutig auszumachen. Der Effekt könne aber kaum nur mit der Standard-Behandlung erklärt werden.

Im Tierversuch waren Blutzellen aus der Nabelschnur in großen Zahlen zu geschädigtem Hirngewebe gewandert.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)