21. Mai 2013

Norwegen: Lachs-Läuse breiten sich zwischen Fischfarmen aus

Auch Fische können Läuse bekommen.

Der Lachs zum Beispiel ist davon betroffen. Wenn er in Fischfarmen gehalten wird - so wie zum Beispiel vor der Küste von Norwegen - können sich die Parasiten dort schnell ausbreiten. Sie können auch auf freilebende Tiere überspringen, oder zu benachbarten Lachsfarmen gelangen.

Wie schnell das passiert, berichten Biologen im Fachjournal "PLOS ONE". Sie haben eine mathematische Formel entwickelt, mit der sich die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung berechnen lässt. Sie hängt unter anderem von der Entfernung zwischen den Lachsfarmen ab, außerdem von der Wassertemperatur und der Anzahl der Fische pro Farm.

Weil die Lachs-Läuse aus den Farmen auch die natürlichen Fischbestände schädigen könnten, gibt es strenge Auflagen. Die Fischfarmer müssen monatlich zählen, wie viele ihrer Tiere befallen sind. Notfalls müssen sie gegensteuern, etwa durch eine medizinische Behandlung der Fische oder durch den Einsatz von Putzerfischen, die die Läuse von der Körperoberfläche der Lachse wegfressen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)