23. Mai 2013

Bonner Resolution fordert mehr Einsatz für Kultur

Wirtschaftliche Impulse sind schön und gut, aber die Kultur sollte nicht vergessen werden.

Das fordert die Deutsche UNESCO-Kommission. Ihre Sorge um die kulturelle Vielfalt in der Europäischen Union hat sie nun in einem Papier mit dem Titel "Bonner Resolution" festgehalten. Die Befürchtung: Das zwischen der EU und den USA geplante Freihandelsabkommen könnte dazu führen, dass Wissenschaft, Kultur und Medien nicht mehr ausreichend gefördert werden.

Vergangene Woche zeigte sich auch der Börsenverein des Deutschen Buchhandels besorgt über die im Juni beginnenden Verhandlungen zwischen den USA und der EU. Er fürchtet um die Buchpreisbindung in Deutschland, die durch ein Abkommen gefährdet sein könnte.

Die "Bonner Resolution" stützt sich auf das UNESCO-Übereinkommen zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen aus dem Jahr 2005. Sie wurde weltweit von 127 Ländern sowie der EU angenommen. Die USA gehören nicht dazu.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)