24. Mai 2013

Britische Regierung gibt nach fast 70 Jahren geheime Dokumente zu Zweitem Weltkrieg frei

Es geht um Trinkgelage zwischen Politikern, Liebschaften und militärische Abschusslisten.

Bisher als geheim eingestufte Dokumente kann jetzt jeder im britischen Nationalarchiv ansehen. Die britische Regierung hat mehrere hundert Schriftstücke freigegeben. Sie stammen aus dem Zweiten Weltkrieg und dem Kalten Krieg. Unter anderem gibt es eine Liste des Geheimdienstes, welche deutschen Nazi-Offiziere gezielt getötet werden sollten. Weitere Dokumente belegen, dass Telefonate von König Edward VIII. und seiner Geliebten abgehört wurden. Die waren brisant, da beide eine Heirat planten, die die Kirche niemals abgesegnet hätte.

Lesen kann man jetzt auch, wie ein Staatssekretär ein Treffen des damaligen Premiers Winston Churchill mit Sowjet-Diktator Josef Stalin beschrieb. Churchill sei von unzähligen Flaschen umgeben gewesen und habe über Kopfschmerzen geklagt. Um militärische Themen sei es in dem Gespräch kaum gegangen - vor allem habe Stalin einen langen Vortrag über die Vorzüge der Sowjetunion gehalten.

Ein Teil der Dokumente ist auch direkt online einsehbar.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)