24. Mai 2013

Koka in Bolivien - UNO hebt Verbot auf

Koka-Blätter sind in Südamerika weit verbreitet - sie helfen gegen Höhenkrankheit, gegen Hungergefühl und erleichtern körperlich schwere Arbeiten.

Allerdings werden sie auch zu Kokain verarbeitet. Deshalb hatten die Vereinten Nationen Koka als Droge eingestuft. Die Mitgliedstaaten haben sich per Abkommen verpflichtet, Koka nicht mehr anzubauen. In Bolivien ist das auf Widerstand gestoßen. Mehrere Jahrzehnte hat das Land versucht, das UNO-Abkommen zu ändern. Bolivien will legal Koka anbauen dürfen - und das Kauen von Koka-Blättern soll als kulturelles Erbe anerkannt werden. Die Lateinamerika-Zeitschrift "Matices" berichtet, dass dem Land mittlerweile ein Etappensieg gelungen ist. Die Vereinten Nationen haben beschlossen, dass das Koka-Verbot für Bolivien aufgehoben wurde. Jetzt, so die Zeitschrift, habe Präsident Evo Morales ein neues Ziel: Er will Koka-Pflanzen auch exportieren dürfen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)