27. Mai 2013

Deutsche Burschenschaft erklärt sich gegenüber NPD neutral

Jetzt ist die Deutsche Burschenschaft auch offen für die NPD.

Diese Meinung vertritt Christian Becker, der sich seit Jahren gegen Neonazis in Studentenverbindungen einsetzt. Grund für seine Kritik ist ein Beschluss, den der Dachverband der Burschenschaften gestern gefasst hat: Sie sollen sich künftig gegenüber allen Parteien neutral verhalten, solange diese nicht verboten sind.

Kritiker wie Christian Becker sehen darin eine Einladung an rechtsextreme Parteien wie die NPD: In ein paar Jahren werde sich zeigen, dass der Burschentag 2013 der wichtigste für die rechte Szene seit Jahrzehnten gewesen sei. Kritiker vermuten, dass sich Rechtsradikale künftig in Verbindungshäusern treffen werden. Oft handelt es sich dabei um Villen in bester Lage von Universitätsstädten.

Der Pressesprecher des Dachverbands, Walter Tributsch, verteidigte die Entscheidung: Solange der Rechtsstaat eine Partei anerkenne, könnten die Burschenschaftler "nicht göttlicher sein als Gott".

Burschenschaftskritiker Christian Becker betreibt den Blog Burschenschafter gegen Neonazis.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)