27. Mai 2013
Für russische Forscher im Nordpolarmeer wird das Eis dünn - und das im wahrsten Sinne des Wortes.
Denn die Scholle, auf der sie sitzen, hat Risse und droht zu brechen. In wenigen Tagen soll einer der stärksten Eisbrecher der Welt, die atomgetriebene "Jamal", auslaufen, um ein Camp mit 16 Forschern zu räumen. Doch die Zeit drängt: Bis ins Nordpolarmeer braucht der Eisbrecher zehn Tage, die Evakuierung dürfte drei Wochen dauern. "Damit nähern wir uns einer echten Notlage", sagte der Expeditionsleiter der Nachrichtenagentur Ria Nowosti.
Sollte die "Jamal" zu spät kommen, geraten aber nicht nur die Forscher in Lebensgefahr und die Forschungsanlagen gehen verloren. Aus Sicht der Umweltschutzorganisation Greenpeace droht auch eine Umweltkatastrophe: Schmieröle und Abfall würden das Nordpolarmeer verseuchen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)