27. Mai 2013
Im Rückspiegel blicken wir auf die zweitgrößte Stadt Russlands. Heute vor 310 Jahren wurde St. Petersburg gegründet.
Der russische Herrscher Peter der Große ließ die Stadt im Sumpf der Mündung des Flusses Newa bauen, um seinem Reich den Zugang zur Ostsee zu sichern. Das Gebiet war denkbar schlecht geeignet, um eine Stadt nach europäischem Vorbild zu bauen. Mehrere zehntausend Zwangsarbeiter kamen dabei ums Leben - unter anderm durch Krankheiten und Hunger.
1712, neun Jahre nach der Gründung, wurde St. Petersburg Hauptstadt des Zarenreiches. Sie blieb es bis zur Oktoberrevolution 1917. In den 310 Jahren seiner Geschichte änderte St. Petersburg mehrmals den Namen. Von 1914 bis 1924 hieß die Stadt Petrograd, danach dann Leningrad. Durch eine Volksabstimmung erhielt die Stadt 1991 ihren historischen Namen zurück - viele Russen nennen sie heute einfach Piter.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)