27. Mai 2013
Olivin und Spinell - das sind keine neuen Öl- oder Essigsorten, sondern seltene Minerale, die in den Kratern des Mondes lagern.
Allerdings nur dort und nirgendwo sonst auf dem Mond. Deshalb rätseln Forscher seit langem, woher die seltenen Minerale kommen. Die Vermutung war, dass sie beim Aufprall von Asteroiden aus dem Inneren des Mondes auf dessen Oberfläche befördert wurden.
Wissenschaftler der Purdue Universität im US-Bundesstaat Indiana präsentieren in "Nature Geoscience" nun eine neue Theorie. Ihnen zufolge sind die Minerale Reste der Asteroiden selbst. Denn die Wucht vieler Asteroide habe gar nicht ausgereicht, um das Innere des Mondes nach außen zu stülpen.
Eine ganz andere Erklärung liefert der US-Wissenschaftler Erik Asphaug im Fachmgazin "Nature": Das Spinell könne auch vom Aufprall von Asteroiden auf der Erde stammen. Vor Milliarden Jahren hätten Überbleibsel solcher Kollisionen noch bis zum Mond fliegen können.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)