27. Mai 2013

Chinesischer Schüler sorgt mit "Ich war hier"-Kritzelei für öffentliche Aufregung

Ich war hier" - das steht oft an Sehenswürdigkeiten auf der ganzen Welt.

Ein Schüler aus China hätte sich den Schriftzug wohl gespart, wenn er gewusst hätte, was er damit auslöst. Er hatte seinen Namen in ein jahrtausendealtes Relief im ägyptischen Luxor-Tempel eingeritzt. Ein Blogger entdeckte das und veröffentlichte Fotos im Internet. Daraufhin entbrannte eine Diskussion über Vandalismus chinesischer Touristen. Der Schüler wurde identifiziert und seine Eltern haben sich jetzt mit einem offenen Brief in der Lokalzeitung für seine Tat entschuldigt.

Erst kürzlich hatte die chinesische Regierung die Bevölkerung aufgerufen, sich auf Reisen ins Ausland besser zu benehmen, also zum Beispiel nicht so laut zu sprechen und nicht auf die Straße zu spucken. Ab Herbst gilt ein neues Tourismusgesetz, wonach Vandalismus auch im Ausland schärfer bestraft wird.

Dass sich chinesische Touristen gern verewigen, hängt möglicherweise mit der Geschichte zusammen. Während der Kulturrevolution von 1966 bis 1976 mussten junge Rotgardisten alle historischen Stätten des Landes besichtigen und der Ich war hier-Spruch galt als schick.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)