28. Mai 2013

Männlichkeitsrituale in Südafrika: Polizei ermittelt nach Todesfällen

Wenn in Südafrika ein Junge zum Mann wird, sieht die Tradition ein gefährliches Ritual vor.

"Ingoma" heißt es und besteht aus der Beschneidung und anderen Männlichkeitsprüfungen in sogenannten Initiationsschulen. Zum Beispiel müssen die Jugendlichen dort bittere Kräutergebräue trinken.

Jedes Jahr sterben Jugendliche daran - zum Beispiel durch Blutverlust oder Infektionen. Doch in diesem Jahr sind es so viele, dass die Polizei nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" wegen Mordes ermittelt. Allein in der Provinz Mpumalanga seien in diesem Monat 30 junge Männer von ihrem dreiwöchigen Aufenthalt in der Initiationsschule nicht zurückgekehrt.

Die Todesursache ist auch für die Polizei nur schwer zu ergründen. Denn nur beschnittene Mitarbeiter dürfen die Schulen betreten, Frauen gar nicht. Vermutet wird aber, dass sich unter die Betreiber der Schulen Betrüger gemischt haben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)