28. Mai 2013
Der Machtkampf zwischen den Gesellschaftern des Suhrkamp-Verlags hat gestern eine neue Stufe erreicht.
Das Unternehmen beantragte beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg ein Schutzschirmverfahren. Es bewahrt wirtschaftlich angeschlagene Unternehmen vor den Ansprüchen der Gläubiger und gibt ihnen Zeit, sich zu sanieren. Im Fall Suhrkamp handelt es sich um Millionen-Forderungen des Gesellschafters Hans Barlach, der mit der Hauptgesellschafterin Ulla Unseld-Berkewicz seit langem im Clinch liegt.
Das Gesetz zum Schutzschirmverfahren trat erst vor einem Jahr in Kraft. Um es einleiten zu können, muss ein Experte bestätigen, dass das Unternehmen zwar angeschlagen, aber nicht zahlungsunfähig ist und grundsätzlich gerettet werden kann. Innerhalb von drei Monaten muss Suhrkamp nun einen Plan zur Sanierung vorlegen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)