28. Mai 2013

Frühkindliche Prägung: NRW will von kanadischen Erkenntnissen profitieren

Wann entscheidet sich, ob ein junger Mensch im Leben Erfolg hat oder nicht?

Ziemlich früh, meint das HELP-Institut im kanadischen Vancouver. Chefin Joanne Schroeder sagt, schon mit fünf Jahren könne die Biographie eines Menschen deprimierend vorhersehbar sein. Jeder habe zwar Talente, die Umwelt sei aber dafür verantwortlich, ob sie sich entwickeln.

Von diesen Erkenntnissen soll auch Deutschland profitieren. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat das HELP-Institut Anfang der Woche besucht und dessen Mitarbeiter nach Düsseldorf eingeladen. Eine gute Idee, findet der Soziologe Klaus Peter Strohmeier von der Ruhr-Uni Bochum. Die Ergebnisse aus Kanada seien zwar nicht unbedingt neu, aber als einzige mit den Daten von fast 250.000 Kindern untermauert und auf Deutschland übertragbar.

Dass es sich lohnt, in frühkindliche Bildung zu investieren, hat das HELP-Institut ebenfalls festgestellt: Jeder in die Prävention gesteckte Euro zahle sich später drei- bis vierfach aus.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)