28. Mai 2013

Beamte in China kaufen gern verbotene Bücher

Wenn reiche Beamte aus China sich teure Geschenke machen, dann waren das bisher oft edle Weine oder Zigarren. Jetzt ist es wohl immer häufiger ein verbotenes Buch.

Nach einem Bericht der Zeitung "Dajiyuan" finden verbotene Bücher im Moment reißenden Absatz - besonders in Hongkong, wo vieles im Laden steht, was in anderen Teilen Chinas nicht offiziell zu haben ist. Die Zeitung beruft sich auf Buchhändler: Diese berichten, an chinesische Beamte oft stapelweise Bücher zu verkaufen.

In China gibt es zwar keine offizielle Liste, welche Bücher verboten sind. In der Regel trifft es aber Werke, die die offizielle Geschichtsschreibung anzweifeln, der Kommunistischen Partei Fehler vorwerfen oder vor einer schlechten Zukunft warnen. Romane werden meist mit dem Argument verboten, dass sie pornografische Inhalte enthielten.

Besonders beliebt als Beamtengeschenk ist laut "Dajiyuan" im Moment ein Sachbuch, das über einen geheimen Regierungsbericht zur Wirtschaft der nächsten Jahre berichtet.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)