28. Mai 2013

Forscher wollen für Zentralchina lieber Gras als Bäume

China forstet auf, doch pflanzt es die Bäume wohl an die falsche Stelle.

Dabei geht es um die zentralchinesische Ebene im Zentrum des Landes, das Flachland am Unterlauf des Gelben Flusses. Dieses Gebiet mit der Fläche Schwedens soll früher einmal dicht bewaldet gewesen sein.

Chinesische Botaniker halten jetzt dagegen: Die gelbe Ebene war niemals grün. Sie haben versteinerte Pollen aus dem Boden untersucht und kommen zu dem Ergebnis: Dort wächst seit 20.000 Jahren nur Gras. Die Botaniker wollen, dass keine weiteren Bäume mehr gepflanzt werden; lieber sollten ursprüngliche Grassorten gesät werden.

Die Forscher sind der Ansicht, dass die Aufforstung der gelben Ebene mehr schadet als nutzt. Es ginge mehr um das Prestige der Lokalpolitiker. Es würden oft die falschen Bäume gepflanzt. Außerdem blieben sie nach dem Setzen meistens sich selbst überlassen: Die Bäume würden vertrocknen und verkümmern.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)