28. Mai 2013

Krematorien: Schweden plant Gesetz zur Wiederverwertung von Metallen

Zahngold, Implantate oder künstliche Hüftgelenke - im Laufe des Lebens sammelt sich einiges an Metall in unseren Körpern an. Wenn wir sterben, wandert es im Zweifel mit uns unter die Erde.

Nach Ansicht des Schwedischen Friedhofs- und Krematorienverbands belastet das aber die Umwelt und ist außerdem eine enorme Verschwendung von Rohstoffen. Denn oft sind in den Implantaten wertvolle Metalle wie Titan, Kobald oder Stahl enthalten. Ein mögliches neues Gesetz in Schweden soll darum erlauben, die Metalle aus den Leichen wiederzuverwerten. Damit sich daran niemand bereichert, könnte der Erlös in eine Stiftung fließen.

Auch in Deutschland gibt es immer wieder Diskussionen, was mit den Metallen nach einer Einäscherung passiert und ob zum Beispiel Städte als Betreiber der Krematorien Geld damit machen dürfen. Eine eindeutige gesetzliche Regelung gibt es nicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)