29. Mai 2013

Kuba erweitert Zugang zum Internet

Kuba will 118 zusätzliche Interneträume für seine Bürger einrichten.

Das kündigte das Kommunikationsministerium an. Die Räume sind zunächst in den größeren Städten des Landes geplant, weitere sollen aber folgen. Bisher gibt es bereits rund 200 öffentliche Zugangsstationen, vor allem in Hotels und in Filialen des staatlichen Telekommunikationsunternehmens "Etecsa". Studenten und privilegierte Berufsgruppen haben auch andere Zugangsmöglichkeiten ins Netz.

Allerdings sind die Kosten für den Internetzugang weiter hoch. Eine Stunde Internet kostet 3,50 Euro, einfaches Mailen gibt es schon für 1,20 Euro. Zum Vergleich: Der monatliche kubanische Durchschnittslohn liegt bei knapp 15 Euro.

Laut den offiziellen Angaben wurden die neuen Interneträume möglich, weil das kubanische Netz Anfang des Jahres per Unterwasserkabel an Venezuela angeschlossen wurde. Vorher gab es wegen des US-Embargos nur langsamere Satelliten-Verbindungen. Die regierungskritische Bloggerin Yoani Sánchez twitterte, viele Kubaner hätten wegen des neuen Kabels auf mehr als ein paar zusätzliche Interneträume gehofft. Der anonyme Blogger "Yohandry Fontana" schrieb dagegen, Kuba erreiche damit "Internet für alle".

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)