29. Mai 2013
Sie wollen nicht durch billige Online-Kurse ersetzt werden.
Deshalb haben sich 58 Professoren der Harvard Universität jetzt mit einem offenen Brief an den Dekan gewandt. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, haben die Lehrkräfte Bedenken gegen ein spezielles Online-Lehrangebot, das es erst seit einem Jahr in Harvard gibt. Solche "Massive Open Online Courses" beinhalten Vorlesungsmitschnitte, Prüfungen, Aufgaben und Debatten. Da pro Vorlesung bis zu 160.000 Studenten teilnehmen, werden die Online-Kurse häufig von den Teilnehmern selbst betreut. Die Professoren kritisieren nach Angaben der Zeitung, sie selbst seien zu wenig an der Entwicklung der Kurse beteiligt worden. Außerdem müssten neue ethische und akademische Prinzipien her, um die Kurse auf Harvard-Niveau zu halten. Befürworter des Angebots sprechen dagegen von einer Demokratisierung der Elite-Ausbildung in Harvard.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)