29. Mai 2013
Apple ist ganz schön prüde.
Diesen Eindruck hatte der Europaabgeordnete Morten Løkkegaard nach einem Gespräch mit Vertretern des US-Konzerns. Es ging um Bücher eines dänischen Autors über die Hippie-Bewegung. Apple hatte die Bücher erst zensiert und dann aus dem Verkauf genommen - wegen Bildern mit nackten Menschen.
Løkkegaard sprach jetzt mit Apple über den Fall und wollte sich dabei für die künstlerische Freiheit einsetzen. Er zeigte sich aber enttäuscht von dem Gespräch. Apple habe sich keinen Millimeter bewegt. Indem der Konzern festgelegt habe, dass Knudsens Bücher Pornografie seien, habe er eine Norm definiert, die man in Dänemark so nicht kenne.
Es ist nicht das erste Mal, dass Apple pornographische Bücher aus seinem Store nimmt - im vergangenen Jahr war das zum Beispiel eine Anthologie mit dem Titel "Porno". Als Begründung hieß es damals nur, die Inhalte seien zu explizit.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)