30. Mai 2013
Und im Rückspiegel" wird es jetzt laut.
Denn heute vor 45 Jahren wurde um kurz vor zehn Uhr in Leipzig am Augustusplatz die Paulinerkirche gesprengt - zwei Weltkriege hatte das ehemalige Kloster fast unbeschadet überstanden. Doch nach dem Willen der DDR-Führung sollte die Kirche jetzt einem Neubau der Uni weichen - einem funktionalen, hässlichen Kasten, über dessen Haupteingang ein Relief mit dem Kopf von Karl Marx thronte.
Nach der Wende dann die Kehrtwende: Eine mehr als 30 Meter hohe Stahlkonstruktion wurde an der Platte angebracht. Die hatte entfernt Ähnlichkeit mit dem Giebel des alten Gotteshauses. Inzwischen sind Plattenbau, Relief und auch Stahlgiebel Geschichte. Auch sie mussten Platz für Neues machen - und zwar für eine moderne Variante der alten Paulinerkirche.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)