30. Mai 2013
In China werden immer häufiger Korruptionsskandale um Staatsangestellte enthüllt.
In den letzten fünf Jahren gab es deswegen etwa 24.000 Strafverfahren. Das wirkt sich offenbar stark auf den Ruf der ganzen Beamtenschaft aus. Laut einer Umfrage der staatsnahen Volkszeitung" unter fast 2.000 Beamten fühlt sich über die Hälfte der Befragten ungerecht behandelt. Die Berufsbezeichnung "Staatsdiener" sei in inzwischen geradezu zum Stigma geworden. Medien und Blogger zeichneten ein viel zu negatives Bild dieses Berufszweiges. Die Beamten beklagten, ihre Leistungen würden kaum anerkannt. Knapp ein Drittel gab an, unter Angststörungen und Depressionen zu leiden. Ursache seien neben dem öffentlichen Druck auch unerreichbare Planziele von der Regierung und zu viele Kontrollen von Vorgesetzten.
Parallel hatte die "Volkszeitung" mehr als 6.000 Bürger über ihre Einstellung zu den Staatsdienern befragt: Dabei gaben über 50 Prozent an, die Leistung der Beamtenschaft sei inakzeptabel. Das öffentliche Bild der Beamten sei deswegen positiver, als sie es eigentlich verdienten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)