30. Mai 2013
Große US-Firmen machen immer mehr Profit, der einzelne Arbeiter hat aber weniger Anteil daran.
Das ist das Ergebnis einer Studie von Wirtschaftswissenschaftlern der Universität Haifa in Israel. Demnach ist der Anteil der Arbeitnehmer am Nationaleinkommen der USA seit 1979 um sechs Prozent gesunken. Wenn er gleich geblieben wäre, dann müsste jeder Einzelne jetzt im Schnitt 5.000 US-Dollar mehr verdienen.
Anders als üblich machen die Forscher für die Entwicklung nicht die Tatsache verantwortlich, dass immer mehr Arbeit von Computern und Maschinen erledigt wird. Sie haben festgestellt, dass die Löhne vor allem in den Industriezweigen langsamer mitwachsen, in denen Gewerkschafts-Strukturen zurückgehen. Da, wo es eh kaum welche gab - im Banken- oder im Dienstleistungswesen zum Beispiel - , sind die Einkommen gleich geblieben oder sogar gestiegen.
Die Ergebnisse der Studie werden im Juni im Fachblatt "American Sociological Review" veröffentlicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)