30. Mai 2013
Weil sie wieder brav sein wollen, dürfen die Journalisten des "Daily Monitor" und des "Red Pepper" in Uganda wieder arbeiten.
Die Regierung des Landes hat nach gut zehn Tagen die Schließung der beiden Zeitungen wieder aufgehoben. Allerdings mussten die Journalisten versprechen, dass sie ihre "interne redaktionelle Kontrolle" verstärken und keine Artikel mehr veröffentlichen, die etwa "Spannungen", "Störungen der öffentlichen Ordnung" oder "Konflikte zwischen den Ethnien" hervorrufen könnten. Die Regierung in Kampala hatte sich vom "Daily Monitor" offenbar bloßgestellt gefühlt, weil die Zeitung ein Geheimdienstdokument veröffentlicht hatte. Darin wurden Personen aufgezählt, die Opfer eines Mordanschlags werden könnten, weil sie dagegen sind, dass Staatschef Yoweri Museveni sein Amt an seinen Sohn abgibt. Die Regierung dementierte derartige Pläne umgehend. Museveni regiert Uganda seit 1986.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)