31. Mai 2013
Manche Menschen lassen sich am besten mit einer einfachen Rechnung überzeugen.
Tierschützern könnte eine Studie zum Haifischfang dabei helfen. Forscher aus Kanada, Hawaii und Mexiko haben berechnet, was sich mehr lohnt: Die Fische für die Suppe zu fangen oder sie für den Tourismus im Meer zu lassen. Dafür haben sie die Bilanzen von 70 Orten in 45 Ländern durchgearbeitet. Insgesamt generieren Hai-Beobachtungsfahrten für Touristen demnach mehr als 300 Millionen Dollar pro Jahr. Der Umsatz könne in den kommenden 20 Jahren auf knapp 800 Millionen Dollar steigen. Das wäre mehr als die gut 600 Millionen Dollar, die die Fischerei mit Haien zur Zeit einbringt.
Wie die Erstautorin der Studie sagt, wachsen Haie langsam und bekommen wenig Nachwuchs. Die Populationen müssten geschützt werden. Haifischflossensuppe ist vor allem in Asien beliebt.
Die Studie ist in Oryx - The International Journal of Conservation erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)